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11. Februar 2026
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Erste DISCOVER-Probenahmekampagne erfolgreich abgeschlossen

Die erste Probenahmekampagne im Feld im Rahmen des Projekts DISCOVER – Drau Isotope wurde zwischen dem 25. und 29. August 2025 erfolgreich durchgeführt. Wasser- und Sedimentproben wurden an 12 Stellen am Fluss Meža und an 7 Stellen am Fluss Drau in Slowenien sowie an 9 Stellen in Österreich entnommen. Die Kampagne war eine gemeinsame Initiative der beiden kooperierenden Projektpartner: Forscher:innen des Jožef Stefan Instituts (JSI) in Slowenien und der Montanuniversität Leoben (MUL) in Österreich. Am ersten Tag der Probenahmekampagne wurden Wasser- und Sedimentproben an 12 Stellen des Flusses Meža zwischen Quelle und Mündung in die Drau in Dravograd entnommen. Der zweite und dritte Tag waren der Probenahme an der Drau gewidmet, zunächst an sieben Stellen auf slowenischer Seite zwischen Tribej und dem Ptuj-See, anschließend an neun Stellen auf österreichischer Seite.
Der Schwerpunkt dieser ersten Kampagne lag auf dem Flusssystem Drau-Meža, einem wichtigen hydrologischen Korridor, der die Alpenregion mit der Pannonischen Tiefebene verbindet. Die Drau, ein 725 km langer rechter Nebenfluss der Donau, entspringt in der Nähe von Innichen in Italien und fließt durch Österreich, Slowenien und Kroatien. Aufgrund ihres fluvial-glazialen Charakters und der zunehmenden Wasserabflussmenge flussabwärts ist sie ein wichtiger Transportweg für Partikel und gelöste Stoffe. Der Fluss Meža ist in seinem Oberlauf ein typischer Alpenfluss, der sich durch eine schnelle Strömung und einen geringen Gehalt an Schwebstoffen auszeichnet, während sein mittlerer und unterer Lauf eine geringere Fließgeschwindigkeit und breitere Flussbetten aufweisen.
Die Probenahmestellen wurden in erster Linie an Standorten mit vorhandenen historischen Daten ausgewählt, insbesondere an solchen, die zum nationalen Oberflächengewässer-Überwachungsnetz der slowenischen Umweltagentur (ARSO) gehören, um die Vergleichbarkeit mit Langzeitdatensätzen zu gewährleisten. Besondere Aufmerksamkeit wurde den Probenahmestellen vor und nach ausgewählten Wasserkraftwerken gewidmet, an denen Veränderungen in der Sedimentation und der Schadstoffdynamik zu erwarten sind. Parallel dazu wurden intensive Probenahmen entlang des Flusses Meža und seiner am stärksten verschmutzten Nebenflüsse – Topla, Helena, Jazbina und Junčar – durchgeführt, die Gebiete mit historischer Blei- und Zinkmineralisierung entwässern.
Während der Kampagne wurden Flusswasser, Sedimentproben und Pflanzen gesammelt, um das Projektziel der Identifizierung der Quellen, des Verhaltens und des Verbleibs potenziell toxischer Elemente (PTEs) wie Zn, As, Cd, Sb und Pb zu unterstützen. Die Proben werden auf ihre Gesamtelementkonzentrationen, chemischen Spezies (z. B. As(III/V), Sb(III/V)) und Isotopenzusammensetzung (Zn, Cd, Sb, Pb) analysiert, was zusammen ein leistungsfähiges Instrument zur Rückverfolgung von Kontaminationsquellen und Transportprozessen darstellt. Diese erste Probenahmekampagne stellt einen wichtigen Meilenstein im DISCOVER-Projekt dar und legt den Grundstein für zukünftige saisonale Probenahmen und detailliertere Untersuchungen des Schadstofftransports aus dem Meža-Tal in das Drau-Flusssystem. Die gesammelten Daten werden zu einem besseren Verständnis der zeitlichen Variabilität und des weiträumigen hydrologischen Transports von PTEs in alpinen und flussabwärts gelegenen Gebieten beitragen.